1 Min. Lesezeit
Inhalt
Wie Schweizer Unternehmen den Schritt von Datenverfügbarkeit zu echter Wirkung schaffen
In der Schweiz sind über 100 verschiedene Data-Sharing-Initiativen über Unternehmen, Behörden und Organisationen hinweg aktiv (swissdataaliance.ch). Gleichzeitig verfügen nur rund 8 % über eine vollständig konsistente, qualitativ hochwertige Datenstruktur (corpin.ch). Hier besteht ein entscheidender Engpass: Initiativen für KI-Einsatz und Prozessautomatisierung können unter diesen Voraussetzungen gar nicht erfolgreich sein, da ihnen die notwendige, strukturierte Daten-Grundlage fehlt. Was Unternehmen jetzt tun sollten.
an Daten werden weltweit bis 2029 voraussichtlich generiert und gespeichert
der vorhandenen Daten in Unternehmen sind unstrukturiert gespeichert
Unternehmen haben in den vergangenen Jahren erheblich in Digitalisierung investiert. Das Ergebnis: Noch nie standen so viele Daten zur Verfügung. Weltweit wächst das generierte und gespeicherte Daten-Volumen bis 2029 auf rund 528 Zettabyte (statista.com). Und dennoch steuern viele Unternehmen auch in der Schweiz ihr Tagesgeschäft nach wie vor auf Basis manueller Auswertungen und unvollständiger Entscheidungsgrundlagen.
Das liegt vor allem daran, dass vorhandene Daten nicht zugänglich, nicht vergleichbar und nicht systemübergreifend nutzbar sind. 78 Prozent der vorhandenen Daten in Unternehmen sind unstrukturiert gespeichert (wasabi.com). Sie bleiben dort, wo sie entstehen: in Abteilungen und Anlagen, ohne Verbindung zur nächsten Systemebene.
Wie weit ist Ihr Unternehmen auf dem Weg zu einer integrierten Datenlandschaft?
Mit dem Business & Process Automation Reifegrad-Check von Axians bestimmen Sie Ihren aktuellen Stand – und erfahren, wo die grössten Hebel liegen.
Das eigentliche Problem: Qualität und Integration
Doch nicht nur auf die Speicherung, vor allem auch auf die Qualität der Daten kommt es an. Datenqualität ist die grösste Herausforderung für Schweizer Unternehmen, die Daten strukturiert nutzen wollen. Über 80 % der Führungskräfte stufen diesen Faktor als «sehr bedeutend» ein – noch vor Datensicherheit, Betrieb und Finanzierung (swissdataaliance.ch).
Gleichzeitig fehlt es an Interoperabilität: Mehr als 75 % sehen technische, semantische und organisatorische Interoperabilität als kritisch an – aber die grösste Einzelhürde bleibt laut einer Studie der Berner Fachhochschule im Auftrag von digitalswitzerland und der Swiss Data Alliance die «Definition, Durchsetzung und Einhaltung standardisierter Formate».
Hinzu kommt ein strukturelles Muster: Die meisten Daten-Initiativen in der Schweiz sind in öffentlich-rechtlichen oder stark regulierten Sektoren angesiedelt. Industrie und Fertigung sind mit je 5 % stark untervertreten (swissdataaliance.ch). Im privatwirtschaftlichen Umfeld fehlt dabei oft nicht der Wille, sondern die strukturelle Grundlage: eine klare Plattformstrategie, verbindliche Standards und definierte Governance.
Was das im Alltag bedeutet
Fehlende Datenqualität und Integration haben direkte Auswirkungen auf Entscheidungen, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit. Nur 8 % der Schweizer Unternehmen verfügen über eine konsistente Datenstruktur – das bedeutet: 92 % treffen strategische und operative Entscheidungen auf einer lückenhaften Grundlage (corpin.ch).
Und das Potenzial, das am stärksten ungenutzt bleibt, sind ausgerechnet jene Daten, die für KI-Anwendungen entscheidend wären: personenbezogene und unstrukturierte Daten spielen bei Schweizer Unternehmen bisher eine untergeordnete Rolle (swissdataaliance.ch). Die Gründe sind auch hier fehlende rechtliche Grundlagen, fehlende Standards und fehlende Infrastruktur. Die Folge: Investitionen in Analytics, Automatisierung und KI entfalten nicht die erwartete Wirkung.
Was es jetzt braucht: Struktur vor Technologie
Die Lösung liegt folglich nicht in der Einführung eines weiteren Tools. Sie liegt in der Fähigkeit, Daten so aufzubereiten, dass sie systemübergreifend nutzbar, qualitativ belastbar und governance-seitig klar verantwortet sind.
Konkret bedeutet das:
Datenqualität sichern
Klare Standards für Datenerfassung, -pflege und -beschreibung definieren. Ohne verlässliche Daten gibt es keine verlässlichen Entscheidungen.
Integration schaffen
Die bestehende Systemlandschaft transparent machen: Welche Systeme existieren? Welche Schnittstellen gibt es? Wo entstehen Brüche? Erst diese Transparenz schafft die Grundlage für eine funktionierende Integrationsarchitektur.
Governance etablieren
Verantwortlichkeiten für Daten klären, nicht nur technisch, sondern organisatorisch. Wer pflegt welche Daten? Wer entscheidet über Nutzung und Zugang? Ohne klare Rollen bleibt Datenqualität eine Absichtserklärung.
Daten als Produkte denken
Daten müssen für die Nutzenden sichtbar, zugänglich und in standardisierten Formaten verfügbar sein – inklusive Metadaten, die beschreiben, was ein Datensatz enthält, wie aktuell er ist und unter welchen Bedingungen er genutzt werden darf.
Der Ansatz von Axians
Axians unterstützt Schweizer Unternehmen auf dem Weg, ihre Datenlandschaften, Business Applications und Automatisierung ganzheitlich zusammenzuführen – von der Analyse der bestehenden Systemlandschaft über die Integration bis hin zu skalierbaren Plattform- und KI-Lösungen.
Der Ansatz beginnt nicht mit der Technologie, sondern mit dem Verständnis der eigenen Prozesse und Daten: Wo liegen die Lücken? Welche Systeme sind nicht verbunden? Wo fehlen Verantwortlichkeiten? Daraus entwickelt Axians eine strukturierte Roadmap mit konkreten nächsten Schritten, die kurzfristig Mehrwerte bringen und langfristig skalieren. Erst das Zusammenspiel aus Prozessen, Daten, Governance und Integration macht dann aus vorhandene Daten echte Hebel für Effizienz und Wachstum.
Read More
Read More