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Hybrid statt Entweder-oder

Hybrid statt Entweder-oder

Warum moderne IT-Infrastrukturen flexibel gedacht werden müssen

 

Cloud ist in der Schweiz längst keine Frage des «Ob» mehr. Laut der jüngsten Cloud Business Survey von PwC Switzerland nutzen heute 100 % der befragten Schweizer Organisationen Cloud-Dienste – gegenüber 77 % noch im Jahr 2023. Der Wandel ist vollzogen. Und genau deshalb stellt sich eine neue, entscheidendere Frage: Wie wird Cloud genutzt – und welche Infrastruktur ist die richtige Grundlage dafür?

In der Praxis zeigt sich: Wer IT-Infrastruktur auf «Cloud oder On-Premises» reduziert, stellt die falsche Frage. Moderne Unternehmen brauchen keine Entweder-oder-Entscheidung – sie brauchen eine Infrastruktur, die sich an ihre Anforderungen anpasst, nicht umgekehrt. Hybrid-Modelle sind dabei nicht der Kompromiss zwischen zwei Lagern. Sie sind die strategische Antwort auf eine Realität, die zu komplex ist für einfache Antworten.

100
%

der befragten Schweizer Organisationen nutzen im Jahr 2025 Cloud-Dienste.

77
%

waren es im Jahr 2023. Der Wandel ist vollzogen.

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Cloud-First war gestern – was in der Praxis wirklich zählt

 

Der Cloud-Hype der vergangenen Jahre hat viel versprochen: niedrigere Kosten, maximale Flexibilität, schnellere Innovation. Und tatsächlich hat die Public Cloud vieles davon eingelöst – für bestimmte Workloads, unter bestimmten Voraussetzungen. Doch der Cloud-First-Ansatz, der lange als Standardantwort galt, hat ausgedient.

Denn wer seine IT-Landschaft kennt, weiss: Nicht jeder Workload gehört in die Public Cloud. Und nicht jede Anforderung lässt sich mit einem einzigen Modell erfüllen. Die Zahlen unterstreichen das: 75 % der Schweizer Organisationen betreiben bereits Multi-Cloud-Umgebungen – um Kontrolle, Resilienz und regulatorisches Vertrauen zu stärken (pwc).

Unterschiedliche Workloads, unterschiedliche Anforderungen

Wer heute IT-Infrastruktur plant, muss dabei vier Anforderungsdimensionen gleichzeitig im Blick behalten. Sie entscheiden darüber, welcher Workload wohin gehört:

Compliance & Datensouveränitä Latenz

 

 

Regulatorische Vorgaben,  Datenschutzanforderungen und branchenspezifische Vorschriften definieren, welche Daten in welcher Umgebung betrieben werden dürfen. Gerade in der Schweiz sind Datenlokalität und Nachweisfähigkeit zentrale Entscheidungskriterien.

 Performance & Latenz

 

 

Applikationen mit hohen Echtzeit- oder Latenzanforderungen profitieren häufig von lokaler Infrastruktur – unabhängig davon, wie leistungsfähig globale Cloud-Plattformen generell sind. 

Abhängigkeiten & Integrationen

 

 

Historisch gewachsene IT-Landschaften, Legacy-Applikationen und bestehende Systemintegrationen lassen sich nicht immer einfach in die Public Cloud heben. Hybride Modelle schaffen hier die nötige Brücke – ohne Bruch mit dem Bestand.

Kosten & Wirtschaftlichkeit

 

 

 Die Public Cloud ist nicht automatisch günstiger. Unternehmen verschwenden im Schnitt 32 % ihrer Cloud-Ausgaben durch ungenutzte oder schlecht dimensionierte Ressourcen (info.flexera.com). Bei stabilen, vorhersehbaren Workloads können On-Prem.

Diese vier Dimensionen zeigen: Es gibt keine universell richtige Infrastruktur. Es gibt nur die richtige Infrastruktur für den jeweiligen Workload, die jeweilige Anforderung und den jeweiligen Kontext. Genau das macht eine klare Platzierungslogik so entscheidend.

Hybrid als strategische Entscheidung – nicht als Kompromiss

Ein Hybrid-Ansatz bedeutet also nicht, sich nicht entscheiden zu können. Er bedeutet, bewusst zu entscheiden. Was Hybrid-Infrastrukturen dabei konkret leisten, lässt sich auf zwei zentrale Mehrwerte verdichten:

 Flexibilität

 

 

 Unternehmen können Workloads dorthin verschieben, wo sie am besten aufgehoben sind – abhängig von aktuellen Anforderungen, nicht von historischen Entscheidungen. Neue Services lassen sich schnell in der Cloud erproben; bewährte Systeme bleiben dort, wo sie stabil und compliant laufen.  

 Skalierbarkeit

 

 

 Hybride Modelle ermöglichen es, Kapazitäten bedarfsgerecht zu erweitern, etwa durch Cloud-Bursting bei Lastspitzen, ohne die gesamte Infrastruktur neu ausrichten zu müssen. Das reduziert Investitionsrisiken und erhöht die Reaktionsfähigkeit. 

Entscheidend ist dabei: Flexibilität und Skalierbarkeit entstehen nicht allein durch Technologie. Sie entstehen durch ein durchdachtes Betriebsmodell, das klare Verantwortlichkeiten, saubere Schnittstellen und eine aktive Steuerung über alle Umgebungen hinweg sicherstellt. Wer das nicht von Anfang an mitdenkt, schafft keine Handlungsfreiheit, sondern neue Komplexität.

Strategie, Integration und Betrieb aus einer Hand

Axians Schweiz begleitet Unternehmen bei der Gestaltung moderner, hybrider IT-Infrastrukturen, von der ersten Standortbestimmung bis in den stabilen Betrieb. Als 360°-ICT-Anbieter mit lokaler Präsenz und internationaler Netzwerkstärke verbinden wir strategische Beratung, technische Umsetzung und operativen Betrieb zu einem durchgängigen Modell.

Dabei übernehmen wir Verantwortung über den gesamten Lebenszyklus: von der Analyse der Ausgangslage und der Definition des Zielbilds über Architektur und Migration bis hin zum Managed-Service-Betrieb – inkl. Monitoring, Security, FinOps und Lifecycle-Management. Schweizer Rechenzentren, lokale Expertise und ein klares Verständnis für regulatorische Anforderungen sichern dabei Datenhoheit und Compliance.

So entsteht aus einer hybriden Infrastruktur keine zusätzliche Komplexität, sondern eine steuerbare, sichere und wirtschaftlich tragfähige Grundlage – nicht nur für den IT-Betrieb von heute, sondern auch für die KI-Workloads von morgen: Wer seine Infrastruktur heute hybrid und souverän aufstellt, schafft die Grundlage, dieses Potenzial morgen tatsächlich zu nutzen.