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Netzwerke als kritische Infrastruktur

Netzwerke als kritische Infrastruktur

Stabilität und Transparenz müssen zur strategischen Priorität von Schweizer Unternehmen werden

 

Das Netzwerk läuft – also ist alles in Ordnung. Diese Annahme ist weit verbreitet. Und sie ist gefährlich. Denn stabiler Betrieb im Alltag sagt wenig darüber aus, wie ein Netzwerk unter Druck reagiert. Schweizer Unternehmen, die ihr Netzwerk nicht aktiv steuern und transparent überwachen, gehen ein Risiko ein, das sich erst im Ernstfall zeigt, dann aber unmittelbar auf das Kerngeschäft durchschlägt.

Netzwerke verbinden längst nicht mehr nur Standorte und Systeme. Sie bilden die operative Grundlage für nahezu alle Geschäftsprozesse von Unternehmen: Cloud-Dienste, Kollaborationstools, ERP-Systeme, Produktionsanlagen, Kundenkommunikation. Je mehr Prozesse digitalisiert werden, desto abhängiger wird der Betrieb vom Netzwerk. Was früher ein IT-Thema war, ist heute eine Frage der Unternehmensführung.

Die Zahlen belegen das: Weltweit bezeichnen 95 Prozent der IT-Verantwortlichen ein resilientes Netzwerk als geschäftskritisch (investor.cisco.com). Gleichzeitig erlitten 77 Prozent der Unternehmen im vergangenen Jahr einen schwerwiegenden Netzwerkausfall. Die Abhängigkeit ist also längst Realität, die Vorbereitung darauf häufig nicht.

95
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der IT-Verantwortlichen bezeichnen ein resilientes Netzwerk als geschäftskritisch.

77
%

der Unternehmen erlitten im vergangenen Jahr einen schwerwiegenden Netzwerkausfall.

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Wie resilient ist Ihr Netzwerk wirklich? Der Network Resilience Guide 2026 von Axians zeigt, wie Sie typische Schwachstellen in Ihrem Netzwerk strukturiert erkennen und Ihr Enterprise Network gezielt weiterentwickeln.

Historisch gewachsen, schwer steuerbar

 

Für 42 Prozent der Schweizer Unternehmen ist dabei die Komplexität ihrer IT-Umgebung bereits heute ein grosses Problem (swisscom.ch). Das ist das Ergebnis jahrelangen Wachstums ohne klare Zielarchitektur: Neue Standorte, Cloud-Anbindungen und externe Provider wurden integriert, ohne bestehende Abhängigkeiten sauber aufzulösen. Mit jeder Erweiterung stieg die Komplexität und die Übersicht ging verloren.

Typische Folgen sind: fehlende Transparenz über Abhängigkeiten zwischen Standorten, Cloud-Diensten und Anwendungen; Monitoring-Lösungen, die einzelne Geräte überwachen, aber keine End-to-End-Sicht bieten; und ein reaktives Betriebsmodell, das erst dann reagiert, wenn Probleme bereits eskaliert sind. Hinzu kommt: In vielen Umgebungen stimmen Konfigurationen nicht mit der Dokumentation überein. Kritisch wird diese Entwicklung dann, wenn neue Anforderungen dazukommen – etwa durch Automatisierung, KI-Anwendungen oder zusätzliche Cloud-Dienste – oder wenn das Netzwerk aktiv unter Druck gerät, sei es durch Lastspitzen oder gezielte Angriffe. Wer im Ernstfall nicht weiss, wer was in welcher Reihenfolge tun muss, verliert wertvolle Zeit und Geld.

Netzwerk-Ausfälle als Business-Risiko

Denn ein Netzwerkausfall ist kein IT-Problem. Er ist ein operativer Notfall. Produktionslinien stoppen, Mitarbeitende verlieren den Zugriff auf zentrale Systeme, Services können nicht mehr bereitgestellt werden. Und je länger der Ausfall dauert, desto höher der Schaden.

Global summieren sich die Kosten schwerwiegender Netzwerkausfälle auf 160 Milliarden US-Dollar jährlich – gerechnet mit einem schwerwiegenden Vorfall pro Unternehmen pro Jahr (computerweekly.com). Gartner schätzt die Kosten eines grösseren Ausfalls dabei auf über 500.000 US-Dollar pro Stunde. Schwere Cyberangriffe, die häufig über das Netzwerk eintreten, können Unternehmen im Einzelfall bis zu 150 Millionen Franken kosten (swisscybersecurity.net).

Dazu kommt ein oft unterschätzter Faktor: IT-Teams verbringen durchschnittlich 33 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Behebung von Störungen (tailwindvoiceanddata.com). Das ist Zeit, die für strategische Projekte, Weiterentwicklung und Innovation fehlt.

Transparenz und proaktives Management als Antwort

Die gute Nachricht: Viele dieser Risiken sind beherrschbar. Der entscheidende Schritt ist der Wechsel von reaktivem zu proaktivem Netzwerkmanagement. Konkret bedeutet das:

End-to-End-Transparenz schaffen

 

Nicht nur einzelne Geräte überwachen, sondern Abhängigkeiten über Standorte, Cloud-Dienste und Anwendungen hinweg sichtbar machen.

Proaktives Monitoring etablieren

 

Anomalien, Lastspitzen und Konfigurationsprobleme erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen, mit klaren Eskalationsprozessen rund um die Uhr.

 Strukturen vereinfachen

 

Klare Zielarchitekturen definieren, Komplexität reduzieren und Abhängigkeiten dokumentieren als Grundlage für einen planbaren Betrieb.

Notfallprozesse testen

 

Failover-Szenarien nicht nur planen, sondern regelmässig unter realen Bedingungen üben, damit im Ernstfall jeder weiss, was zu tun ist.

Dieser Ansatz zahlt sich aus: Unternehmen, die Netzwerkausfall-Simulationen regelmässig durchführen, reduzieren ungeplante Ausfälle um bis zu 10 Prozent und verbessern ihre Lösungszeiten ebenfalls um 10 Prozent (netbrain.com).

 

Netzwerk-Resilienz als Betriebsprinzip begreifen

Axians unterstützt Schweizer Unternehmen dabei, ihre Netzwerklandschaften nicht nur technisch zu betreiben, sondern strategisch zu steuern. Als erfahrener Partner für Enterprise Networks verbinden wir Architekturkompetenz, Multi-Carrier-Erfahrung und eine ganzheitliche Sicht auf Netzwerk, Security, Cloud und Anwendungen, von der Analyse über die Konzeption bis zum stabilen Betrieb.

Dabei haben wir stets neue Anforderungen im Blick, die durch Automatisierung, KI-Anwendungen und zunehmende Cloud-Abhängigkeiten entstehen, und wissen, wie diese den Schweizer Markt konkret betreffen. Unsere Experten kennen die lokalen Gegebenheiten, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die spezifischen Bedürfnisse von Schweizer Unternehmen – aus der Schweiz, für die Schweiz.